Praxiswebseite wichtigstes Instrument im Praxismarketing

Arzt im Internet

Studie “Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit” 2015 veröffentlicht

Seit 2005 führt die unabhängige Stiftung Gesundheit eine Befragung der deutschen Ärzteschaft durch und veröffentlicht die Ergebnisse in der Studie “Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit”. Seit 10 Jahren trägt die Stiftung im Rahmen der Studie auch immer wieder Zahlen zum Praxismarketing zusammen. (siehe hier)

Immer noch Vorbehalte gegenüber Praxismarketing

Mit rund 46% hat die Zahl der Befürworter des Marketings für die Arzt-Praxis den zweittiefsten Stand seit Beginn der Studie erreicht. Analog dazu sind mit ca. 38% die Praxismarketing-Gegner auf dem zweithöchsten Stand der vergangenen 10 Jahre. Der jeweilige Tief- und Höchststand (42% und 40%) war in 2014 erreicht. Auch eine Arzt- oder Zahnarzt-Praxis ist ein Unternehmen, das betriebswirtschaftlich geführt werden muss. Dazu gehört auch das Marketing. Nicht nur als Internetagentur für Ärzte und Zahnärzte können wir diese Haltung nicht nachvollziehen, sondern auch aus unternehmerischer Sicht erzeugt diese Statistik bei uns Unverständnis.

Wenig Planung im Marketing bei Arzt und Zahnarzt

Aus den nicht ganz 500 ausgewerteten Fragebögen, die einen realistischen Schnitt durch die Ärzteschaft darstellen, ergibt sich, dass nur ungefähr 15% der Mediziner überhaupt ein dediziertes Budget für das Praxismarketing vorsehen. Wir gehen nicht davon aus, dass die verbleibenden 85% gar keine Marketingausgaben tätigen. Maßnahmen im Praxismarketing werden dann in diesen Praxen scheinbar ungeplant durchgeführt. Wie effektiv und zielgerichtet diese Maßnahmen dann ausfallen, erscheint uns fraglich und kann auch für die einzelne Praxis dann nicht nachvollziehbar sein.

Fehlende Kontinuität im Praxismarketing

Die Studie der Stiftung Gesundheit betrachtet auch die interessante Korrelation von BIP und der Marketingaktivität von Medizinern. Diese verläuft invers: Arztpraxen fahren ihre Bemühungen im Praxismarketing in wirtschaftlich guten Zeiten herunter. In konjunkturell schwachen Zeiträumen wird im Gegensatz dazu in Marketingmaßnahmen investiert. Mit dieser nicht kontinuierlichen und höchst momenthaften Strategie kann ein Marketing nicht nachhaltig wirken – gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiträumen nicht. Auch die Stiftung Gesundheit kommt zu diesem Schluss: “Wie schon mehrfach in unseren Studien festgestellt, ist ein solches an tagespolitischen Analysen und Erwartungen ausgerichtetes Marketing nicht optimal. Kontinuität und eine konsequente strategische Entscheidung als Basis für das Marketing sind aber vermutlich nur bei einer kleinen Zahl von Praxisinhabern anzunehmen.”

Webseite bleibt jedoch wichtigstes Marketinginstrument

Statistik der Marketingmaßnahmen

Für uns ein erfreuliches Ergebnis der Studie: die Praxiswebseite bleibt aus Sicht der Befragten das wichtigste Marketing-Instrument. Im Vergleich zu noch rund 51% in 2014 sahen dieses Jahr 57% der Ärzte die Arzt-Webseite als die Nr. 1 im Praxismarketing. Andere Online-Präsentationsmöglichkeiten sind im Vergleich zu 2014 nun zurückgegangen. Dies ist durchaus positiv zu bewerten, da mehr Energie auf der Praxishomepage vereint wird, aber grundsätzlich eignen sich auch Portale und Verzeichnisse, wenn sie in Maßen und richtig genutzt werden, als sinnvolle Ergänzung.

..gefolgt von Klassikern “Personal” und “Visitenkarte”

Auf Platz zwei der wichtigsten Marketinginstrumente der Praxis rangiert das Praxis-Personal. Auch das erscheint uns schlüssig. Denn das Personal trägt maßgeblich zum Patientenerlebnis in der Praxis vor Ort bei und kann gerade bei neuen Patienten bei der Entscheidung über einen erneuten Termin schwer ins Gewicht fallen. Auf Platz drei findet sich die Visitenkarte. Vermutlich wird das kleine handliche Papierformat von Patienten gerne eingesteckt. Wir mutmaßen allerdings, auch aus eigener Erfahrung, dass es genau dabei bleibt. Die Visitenkarte verschwindet in Jacken-, Hosen- und Handtaschen und findet fortan keine weitere Beachtung mehr. Für uns ist Platz drei also keine gute Marketinginvestition.

Ziele im Praxismarketing

Statistik Praxismarketingziele

Hier spielen uns die befragten Medizinerkollegen nichts ahnend in die Hände. Das erklärte Marketingziel Nr. 1 ist mit rund 54%, die Patienten über das Leistungsspektrum der Praxis informieren. Das begrüßen wir sehr, denn dieses Ziele erreichen Sie am besten mit Ihrer Arzt-Webseite. Auf dem Online-Auftritt Ihrer Praxis können Sie umfassend, flexibel, ortsunabhängig, rund um die Uhr außerhalb Ihrer Praxisräumlichkeiten die Leistungen Ihrer Praxis vorstellen. Gerade für potentielle Neupatienten ein Muss. Die Nr. 2 bei den Marketingzielen mit rund 40% lautet “Patienten allgemein informieren” Und auch dieses Ziel verfolgen Sie erfolgreich mit Ihrer Praxiswebseite. Die Webseite Ihrer Arzt- oder Zahnarzt-Praxis dient auch dem an dritter Stelle platzierten Marketingziels “neue Patienten gewinnen”. Nutzen Sie den Online Vorteil: wer im Internet nach einem Arzt oder einer Behandlung sucht (und die Deustchen suchen online!), der hat gerade aktuell ein Problem, das er aktiv lösen möchte. Werden Sie online gefunden und kann die Praxishomepage überzeugen, ist die Terminvereinbarung sehr wahrscheinlich.

Schwieriger deutscher Gesundheitsmarkt

Insgesamt fasst die Studie “Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit” trefflich zusammen: “Aus wirtschaftlicher Sicht erscheint das Segment der ambulanten ärztlichen Versorgung noch immer als ein Hort der Behäbigkeit”. Die Betriebswirtschaft inklusive eines nachhaltigen Praxismarketings ist in deutschen Arzt-, Zahnarzt-Praxen und Kliniken noch nicht angekommen. Es steht im Raum, ob diese Zurückhaltung darauf zurückzuführen ist, dass die Ärzteschaft sich teilweise darauf zurückzieht, dass dies in der Versorgung auf Basis der GKV auch nicht notwendig oder gar zweckmäßig ist. So sieht die Stiftung Gesundheit die Ergebnisse der Studie auch in diesem Kontext und führt als einen möglichen Dämpfer für das Praxismarketing die “von korporativer Kultur geprägte Medizin der sozialen Krankenversicherung in Deutschland” an.

Diesem besonderen deutschen Zustand im Gesundheitsmarkt ist sicherlich einiges geschuldet, denn “Ansätze zur Effizienzverbesserung und Optimierung von Wertschöpfungsprozessen” lassen sich “nur teilweise über betriebswirtschaftliche Modelle abbilden”. Bedenkenswert ist auch die Aussage der Stiftung, dass “das Gesundheitswesen in Deutschland im Grad der Wertschöpfung durch IT im Vergleich zu anderen OECD-Staaten einen zeitlichen Verzug von einem vollen Jahrzehnt hat”. Allerdings kann hier nicht die Ärzteschaft allein verantwortlich gemacht werden, sondern auch seitens der Politik wird Handlungsbedarf gesehen.

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